I Ging

Das Buch der Wandlungen (易经/易經, Yì jīng, I Ching, I Jing, Yi Ching, Yi King) gehört unstreitig zu den wichtigsten Büchern der Weltliteratur. Seine Anfänge reichen in mythisches Altertum zurück. Bis auf den heutigen tag beschäftigt es die bedeutendsten Gelehrten Chinas. Fast alles, was in der über 3000 Jahre alten chinesischen Geschichte an grossen und wichtigen Gedanken gedacht wurde, ist teils angeregt durch dieses Buch, teils hat es rückwirkend auf die Erklärung des Buches Einfluss ausgeübt, so dass man sagen kann, dass im I Ging die reifste Weisheit von Jahrtausenden verarbeitet ist. Beide Zweige der chinesischen Philosophie, der Konfuzianismus und der Taoismus, haben ihre gemeinsamen Wurzeln hier. Ja nicht nur die Philosophie, auch die Naturwissenschaft und die Staatskunst Chinas haben immer wieder aus diesem Weisheitsbuch geschöpft.

Aus dem Vorwort zu I Ging, übersetzt von R. Wilhelm Diederichs Verlag, Düsseldorf 1974

Der mächtigen, bildhaften Sprache von R. Wilhelms I Ging-übersetzung konnte sich auch Manuel Rüetschi nicht entziehen. Nach dem ersten Kontakt mit dem Buch, im Jahre 1976, entwickelte sich eine, man kann ohne weiteres sagen, innige Freundschaft zu Text und Buch. Aus dieser Beziehung entstanden um 1979 sieben Bilder zum I Ging ("Unten am Berg weht der Wind", "Das Bild des Durchbeissens", "Das Bild des Feuers", "Wind und Donner", "Das Heitere ist der See", "Innere Wahrheit" und "Vor der Vollendung"). Nach diesbezüglich längerer Pause, entlud sich der Schaffensdrang in den Osterwochen des Jahres 1990 um so heftiger; Es entstanden innerhalb dreier Wochen die Bilder zu den restlichen 57 Zeichen.

Sämtliche Bilder sind als Aquarellcollagen gefertigt. Das Originalformat beträgt 29.5cm x 21cm.

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